Ist jemand Prominent, hat er es oft nicht leicht. Egal, ob Schauspieler, Sänger oder Politiker – sie alle werden auf Schritt und Tritt verfolgt und ihr Privatleben ist häufig gar nicht mehr so privat. Besonders das Liebesleben der öffentlichen Personen ist von großem Interesse. Das haben auch Arnold Schwarzenegger, Bill Clinton und Horst Seehofer schmerzlichst erfahren müssen. Alle drei haben ihre Ehefrauen betrogen und sind dabei erwischt worden. Das hat sich nun das Online-Seitensprung-Portal „Aschley Madison“ aus Kanada zu Nutze gemacht.
An sich wirklich zum schmunzeln, jedenfalls auf den ersten Blick. In Ordnung ist das Plakat aber eigentlich nicht. Denn das Intimleben Prominenter, das bereits durch den Dreck gezogen wurde, ungefragt für Werbezwecke zu missbrauchen, kann für das Online-Portal weitreichende Folgen haben. Das ist diesem aber egal, denn der Gründer sieht in den drei namhaften Personen die idealen Werbeträger. Damit hat er an sich natürlich Recht, insgesamt geht eine solche Werbung meiner Meinung nach aber zu weit und sollte nicht folgenlos bleiben. Denn jeder sollte seine Privatsphäre haben – auch in der Öffentlichkeit stehende Personen.
Sophia Dollsack
Praktikantin bei RESpublica
Sophia Dollsack
Praktikantin bei RESpublica

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