Wahlplakate sollen natürlich im Gedächtnis bleiben. Das versteht sich von selbst. Dies ist keine leichte Aufgabe, vor allem wenn man die Politikverdrossenheit in Deutschland berücksichtigt. Die FDP-Kreistagskandidatin Brigitte Glinka wurde in Osterholz/Niedersachsen mit einem Plakat beworben, das meiner Meinung nach jedoch übers Ziel hinausschießt.
Die Idee ist vielleicht ganz witzig, da der Spruch „Das kleinere Übel“ allseits bekannt ist und allein schon deshalb die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Dazu kommt noch die Doppeldeutigkeit. Als Betrachter verschlägt es einem aber fast die Sprache. Wie kommt die FDP auf die Idee, sich mit dem Satz „152 cm. Wählen Sie das kleinere Übel“ anzupreisen? Vielleicht eine Anspielung auf die schrumpfenden Umfragewerte? Das Plakat ist vermutlich eher kontraproduktiv.
Denise Stampfer
Praktikantin bei RESpublica

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