Schon ab dem frühen 19. Jahrhundert war das Rauchen sozial weitgehend akzeptiert und als Mittel zum Ausdruck von gesellschaftlichem Rang und Gelassenheit positiv besetzt. Mit zunehmender Verbreitung des Wissens über die gesundheitsschädlichen Folgen wendet sich die Ansicht über das Laster mehr und mehr zum Negativen. Als Raucher hat man es heute nicht mehr leicht: die Preise für Zigaretten steigen, Lokale haben Rauchverbote und in der Gesellschaft sehen es viele Menschen als ein No-Go.
Dennoch ignorieren die meisten überzeugten Raucher erfolgreich sämtliche Anti-Raucher-Kampagnen. Diese sind häufig auch zu gewöhnlich, um eine Wirkung zu erreichen. Mediaplus hat sich eine aufmerksamkeitsstarke, ungewöhnliche Strategie überlegt, um die Anti-Raucher-Seminare von glücklicher-nichtraucher.de zu bewerben.
Dazu haben sie in Münchener Bars Visitenkarten für das kostenlose Smoking-Taxi ausgelegt. Die Nachfrage nach einem kostenlosen Taxi für Raucher war vermutlich groß. Umso überraschter waren die Mitfahrer, als ein Leichenwagen anstatt einem Taxi vorfuhr. Die Idee: Die Fahrgäste sollten auf dem Weg ihre letzte Zigarette rauchen.
Es ist zwar etwas makaber und die Raucher müssen es mit Humor nehmen. Aber meiner Meinung nach ist es eine gute Idee, die aufmerksamkeitsstark und irritierend ist. Das Taxi bleibt auf jedem Fall im Gedächtnis, nicht nur bei den Mitfahrern. Somit erinnert sich bestimmt jeder, der einmal zum Rauchen aufhören möchte, an diese Taxifahrt.
Denise Stampfer
Praktikantin bei RESpublica

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