Donnerstag, 9. Juni 2011

Widerworte. Henkel vs. Facebook-User.

Um ein neues Design für das Spülmittel Pril zu finden, startete des Unternehmens Henkel eine Social Media Aktion, die wohl gehörig daneben ging. Durch einen Wettbewerb rief Henkel seine Facebook-Mitglieder auf, ein neues Design für die Pril Spülmittelflasche zu kreieren. Dabei haben sich über 50.000 User die Mühe gemacht, eine Idee nach der anderen Online zu stellen. Anschließend sollten diese und andere Nutzer über die besten Vorschläge abstimmen, bevor am Ende eine Jury ihre Favoriten aus den Top Ten wählte.
Problem nur: Die schrägen und wirklich ausgefallen Designs lagen meist ganz vorn und passten deshalb so gar nicht in das Image der Marke Pril. Noch während des Wettbewerbs veränderte Henkel deshalb den Umgang mit den Vorschlägen und überprüfte fortan jede Idee, bevor sie online ging.
Doch als ob das nicht genug wäre: Henkel baute eine weitere Sicherheitsstufe ein und löschte angeblich gefälschte Stimmen. Das Resultat: Designs, die zur Marke passen und viele verärgerte Fans. Henkel hat sich unbedrängt selbst in Erklärungsnot gebracht. Man kann nur hoffen, dass das Unternehmen aus dieser Aktion lernt, und in Zukunft die Dynamik der sozialen Netze nicht mehr so unterschätzt, bzw. sie erst gar nicht zu beeinflussen versucht.

Sandra Hartmann
Kontakterin bei RESpublica

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