Eignen sich die momentanen Außentemperaturen ebenso wenig wie von kaufwütigen Weihnachtsextremisten gestürmte Innenstädte zum Besinnen. Weil aber ein Wochenende hinterm Ofen auch nicht die Lösung ist und Bewegung an der frischen Luft immer schon ein erster Schritt in die richtige Richtung war, empfehlen wir für den dritten Advent, Kreativität, Kondition und Kältebeständigkeit der Wintergarderobe auf die Probe zu stellen.
Statt über das vermeintliche Schneechaos zu schimpfen oder murrend vor sich hin zu schippen, lässt sich der frostige Rohstoff auch kreativ recyceln. Das Endprodukt der innovativen Methode ist in unserem Kulturkreis unter der lapidaren Bezeichnung „Schneemann“ bekannt. Mehr als Schnee, eine vegetarische Nase aus dem hauseigenen Kühlschrankinventar und Knopfaugen braucht der hiesige Schneemann zum Leben nicht. Wer beim Bauen keine Hilfe von phantasievollen Kindsköpfen bekommt, holt sich die nötige Inspiration eben bei unserer Bilderstrecke. Wie sich Winterdepressionen produktiv kurieren lassen, illustriert dieses Kunstwerk:

Man sollte die Dinge eben öfter mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten:
Andrerseits gibt es eben kein Davonlaufen vor unbequemen Gewissheiten. Dass man irgendwann der Wahrheit ins Auge blicken muss, wussten schon Calvin & Hobbes:
Für weniger Nervenstarke eignet sich die freundlich unbedrohliche Suppenkasparvariante mit spindelastdürren Ärmchen und Beinchen:
Wer nicht nur seinen Sperrmüll sinnvoll wiederverwerten möchte, gestaltet den hippen Coolman mit moderner Sonderausstattung. Bitte beim Schalbinden auf den Jogi-Knoten achten!
Schneeallergiker basteln auf rein pflanzlicher Basis, was die Lebensdauer des weißen Mannes zumindest in Vegetarierkreisen erhöhen dürfte. Denn verspeist wird dort bekanntlich nichts, was ein Gesicht hat:
Und abschließend noch ein Warnhinweis an alle Schneemannbauer, ihren Enthusiasmus zu zügeln, denn im Kollektiv entwickelt die saisonale Spezies Überlebenswillen. Mit bundesweiten Kundgebungen wollen sie nur ein politisches Projekt beschleunigt sehen: die Abschaffung der Sommerzeit. Dafür gehen sie sogar auf die Straße:
Simone Regazzoni.
Textpraktikantin bei RESpublica