Mittwoch, 23. Juni 2010

Neulich im Netz. Zurück in die Realität.

Viele visionäre Zeitgeister brechen sich seit Jahren unentwegt den Kopf darüber, wie die digitale Welt sich wohl mit der realen verknüpfen ließe. Denn ein Abtauchen in rein virtuelle Online-Welten gilt heutzutage schon beinahe als reaktionär. Gesucht werden deshalb, auch in der Werbung, neue Schnittstellen aus dem Internet in das Hier und Jetzt.
Erste digitale Interaktionen entstanden bereits in Form von QR-Codes und den allseits beliebten Anzeigen mit „Augmented Reality“. Insbesondere MINI zeigte sich progressiv in ihrer Verwendung.


Viele Anstrengungen wurden unternommen, das aufblühende Feld der crossmedialen und integrativen Werbung zu erkunden. Die Technik zog dabei in einem unglaublichen Tempo mit: Hatten wir vor 15 Jahren teilweise noch kein Handy in der Tasche, so surft heutzutage schon gefühlt jeder Zweite unterwegs im Web. Und so verwundert es kaum, dass Diesel in einigen spanischen Flagship Stores kürzlich eine „Diesel Cam“ installiert hat. Über das Terminal mit eingebauter Webcam und Touchscreen können sich Kunden mit ihrem Outfit fotografieren lassen und dies direkt auf facebook posten. Es erlaubt ihnen so auf einfache und schnelle Weise Feedback im Freundeskreis einzuholen oder auch nur das neu gekaufte Outfit zu präsentieren.


Sicherlich eine effektive POS-Idee mit viralem Charakter. Doch in naher Zukunft könnten selbst solche Installationen überflüssig werden. So geht mit dem neuen Trend des Geo-Taggings die multidimensionale Zukunft erst richtig los. Auf foursquare beispielsweise tagged man heute selbstverständlich seine Hotspots, um so neue Leute mit gemeinsamen „Lokalitäten“ zu treffen.
Wer des Öfteren einen Platz besucht, wird dessen Bürgermeister (Major). Und wenn es nur eine Rabattaktion eines Shops für den aktuellen foursquare-Bürgermeister ist, hier sehen wir ein noch vollkommen brachliegendes Werbefeld auf uns zukommen. Wir freuen uns darauf.

Michael Bräu.
Texter bei RESpublica
Teilen

3 Kommentare:

  1. oha. na das nenn ich mal einen ausblick. und in 5 jahren läufts mit der werbung so wie in minority report ;)

    AntwortenLöschen
  2. Ich finde die ganze Angelegenheit ja immer noch schwierig wg. Datenklau usw. Aber ist hierfür mal ne Lösung gefunden, ist das definitiv das Werbefeld der Zukunft. Keine Frage.

    AntwortenLöschen
  3. Na dann sind diese Zeiten zum Glück ja bald vorbei: http://www.youtube.com/watch?v=KY_pMOnjP8E

    AntwortenLöschen